Dienstag, 17. April 2012

12. – 16.04.2012: Pi Mai (Laotisches Neujahrsfest / Lao New Year)

Pi Mai, auch Wasserfest genannt, das Laotische Neujahrsfest. 5 bis 7 Tage lang überschütten sich Laoten literweise mit Wasser und in sich selbst kübelweise Bier. 
Da lassen sich unsere Gäste nicht lumpen und kübeln kräftig mit. Also, auf nach Thakhek.
Erstmal aufrüsten mit entsprechenden Wassermaschinengewehren. 

Herrlicher Anblick, ein Dutzend ausgewachsene Männer mit bunten Bärchen auf ihrem muskelbepackten Kletterrücken (hier: Markus aus Österreich). Die Regeln sind einfach: schütte soviel Wasser wie möglich auf deinen Nachbarn. Man ist stundenlang klatschnass, die Hände total aufgeweicht. Ich war leider nicht dabei, aber Uli und die anderen fanden es saukomisch.

Man muss auch einstecken können. Dies ist Max aus Schweden. 


Um nach Hause zu kommen steige man einfach auf einen der vollbepackten Trucks. Max ist dabei leider irgendwie abhanden gekommen, vermutlich ist er auf einem Truck gelandet der in die falsche Richtung fuhr. Tauchte aber glücklicherweise nachts wieder im Camp auf. 


Nach der Einweisung in Thakhek wussten wir ja wie es geht und haben am nächsten Tag unsere eigene Pi-Mai-Party. Uli macht ein super Buffet (es gibt u.a. Kartoffelsalat, lecker!). Küche und Theke abends geschlossen, so dass auch Personal und wir was davon haben. Hier mein Angriff von hinten auf Mai.


Thekentanz unserer Küchen-, Kellner- und Housekeeping-Mädels (Dui, Wan, Mai, Bang und Gai), zur Freude unserer Gäste. Wir waren ziemlich erstaunt wie die ach so schüchternen Laotinnen abgehen können.


Da es grad echt warm ist in Laos kommt das Wasser ganz gelegen.


Und nochmal Thekentanz.


Jeder zeigt mal was er kann. Hier Babs und Leigh mit einer klasse Akro-Yoga-Vorführung...


...hier Jesus aus Australien mit ich weiß nicht was aber es war lustig. 
Dann noch ein paar Runden Ninja-Game, dann noch was abrocken. Wunderbar, klasse Abend. 
Nächster Tag: Katertag.

Herzliche Grüße, Tanja & Uli


Freitag, 6. April 2012

Ende März 2012: Green Climbers Home featuring Camilla Mathias

Ich sitze tatsächlich in unserem Camp (wer´s noch nicht weiß: www.greenclimbershome.com) in meinem "Büro" (bestehend aus einem 2x2 m-Podest, ca. 20 cm hoch, darauf eine Matte, 10 Kissen, ein Drucker und der Laptop) und schreibe diesen Blog !!! Was daran so ungewöhnlich ist: wir haben INTERNET !!!! Manchmal zumindest, wenn ich mit dem Wifi-Modem wiedermal einen Hauch von Signal erhaschen kann. Leider muss ich zwischendurch immer wieder aufstehen und neues suchen, weil das Signal dann wieder verschwunden ist. Nervig, aber besser als nichts. Reicht nur leider nicht zum Fotoshochladen geschweige denn zum Skypen.


Nun zu unserem Treiben hier....Mann, das war ein Spaß! 
Wie schon erzählt, hatten wir eine kletternde Sängerin als Gast. Sie hat ihre ersten Klettererfahrungen hier in einem Song festgehalten.
Aus dem einen Satz von Marion aus der Schweiz "lass uns das mal aufnehmen" entwickelte sich (innerhalb von nur ca. einer halben Stunde und einer nach nur einer Probe!) folgendes:
http://youtu.be/_W_llzvtov4


Glücklicherweise war genau zu dem Zeitpunkt ein Tontechniker (Charly) vor Ort, der für wunderbaren Sound gesorgt hat. 
Bitte ganz oft anklicken, wir wollen damit berühmt werden.


Wir waren höchst international besetzt: Laos, England, Schottland, Finnland, Norwegen, Deutschland, Bayern (hihi), Schweiz, Holland, Frankreich, Spanien, Amerika, Kanada, Südafrika. Entweder als Mitwirkende oder als Zuschauer.
Meine Wahnsinns-Aufgabe bestand darin, das Seil aus dem Bildschirm zu halten, an dem sich Uli herabgelassen hat.


So, bis demnächst,
Tanja & Uli




Nachtrag: Hier der Text zum Song



Learning To Rock Climb - Words and Music by Camilla Mathias


Harness on and tie a knot,
Check that nothing’s been forgot.
Chalk my hands, breathing deep,
Up I go the rocky heap.


Chorus:
Learning to rock climb, makes me quiver and shake.
Next time, I’ll go higher, but I think I need a break.


Sweat is dripping in my eyes,
And I’m covered in ants and flies.
My fingers and my legs are bleeding,
My clothes are torn and my mind is pleading.


Chorus


There’s nowhere next to put my hand;
How much longer can I stand?
Panic sets in, don’t want to fall-
Despite the top-rope I don’t feel safe atall.


Chorus


The end’s not far, I’m nearly there,
Can’t wait to stop, let out a cheer.
It keeps me going, through my moaning;
Proud and relieved, to have achieved.


Chorus


I try to hang out down the slope,
Really trusting in my rope.
At first I swing and scrape and scream…
And then it’s over, like a dream.


Chorus


© Copyright 2012 Camilla Mathias

Sonntag, 25. März 2012

24.03.12 Green Climbers Home nun offiziell geöffnet!

Jetzt ist es endlich durch: wir haben nun offiziell geöffnet. Am 24.03.12 gab es eine Eröffnungszeremonie vom allerfeinsten. In Laos werden sämtliche Einweihungen oder Eröffnungen mit einer sogenannten „Bassi“ gefeiert. Anfangs hieß es dass ca. 10 Leute eingeladen werden sollten, daher haben wir uns nicht so´n Kopp gemacht. 10 Leute kriegen wir immer satt. Als wir dann einen  Nachmittag vor dem großen Tag erfahren haben, dass bis zu 60 Personen erwartet werden war ich nicht mehr so entspannt. Ehrlich gesagt stinksauer dass wir nicht früher davon erfahren haben.
Wir selbst haben dann aber zum Glück fast gar nichts planen oder uns kümmern müssen, es wurde alles um uns herum organisiert, vorbereitet, herangekarrt und gekocht (ob´s uns nun passte oder nicht)

Hier der Ablauf unserer Bassi: 
10Uhr: 
Zum Auftakt halten Inthy und seine Frau Pok (die Besitzer von Green Discovery) Hühnerfüße an einem Bindfaden in kochendes Wasser. Während die Füße im Wasser tauchen muss man die Luft anhalten und darf sich gedanklich was wünschen. Es heißt, die Wünsche gehen in Erfüllung. Ist ja logisch. 3 Wünsche hat man frei.  Uli und ich waren danach dran. Mmh, Hühnerfüße, ganz nach meinem Geschmack.

Die Gäste (die Herren und Damen vom Tourismus Office, Ministry of Finance und der Stadt Thakhek, der Landbesitzer und seine Frau, der Bauleiter, das Headoffice von Green Discovery und sogar ein Kameramann mit Gefolge von einem Laotischen Fernsehsender) trudeln nach und nach ein. Sind dann aber doch nur ca. 30 Leute und nicht 60. Plus unserer Gäste, die ganz fasziniert das ganze Geschehen verfolgen.



11 Uhr:
Es wird fett aufgetragen: es gibt es eine Art „Andacht“ und Weihung mit 5 Mönchen und dem Dorfältestens (normalerweise reichen 3 Mönche oder der Dorfälteste) von dem Nachbardorf Xiangliab. Mönche und Dorfältester sprechen ca. 20 Minuten am Stück im monotonen Gleichklang das Gebet. Es ist tatsächlich sehr beeindruckend.

 
Inthy, Pok, Uli und ich durften in der ersten Reihe vor dem Opfertisch sitzen.  


  
Danach wickelt man sich gegenseitig einer dem anderen weiße  Baumwollbändchen um das Handgelenk und spricht währenddessen gute Wünsche aus. 


                                          
12 Uhr:
Mittags gibt es am Buffet Laab, Hühnerkeulen, Frühlingsrollen, Sticky rice und Salat. 

                                  

Und reichlich Bier. Zu den Bierfässern mitgereicht wurden 2 Mädels, die dafür sorgen dass das Glas immer voll ist und die Gäste nach und nach auch. (Sie machen ihren Job sehr gründlich, da sie nach Provision bezahlt werden. Kriege das Mädel leider nicht gedreht.) Man muss sich schon einige Tricks einfallen lassen damit nicht nach jedem Schluck wieder schwuppsdiewupps das Glas wieder gefüllt wird. Nach einiger Zeit ist das Bier nämlich nur noch eine schale warme Pampe und außerdem verliert man völlig den Überblick über seinen Konsum. Ich muss gestehen, ich find´s schrecklich wenn man mir ungefragt das Zeug aufdrängt. Entspanntes (Aus-)trinken iss hier nich. 
Nun, die Laotischen Gäste finden´s normal und unsere Internationalen Gästen finden´s lustig. 

13Uhr
Nach dem Essen kommt die Musik. Auch hier lässt man sich nicht lumpen und karrt direkt 6 Megaboxen an. In Laos mag man es laut. 


                                 
Und nach der Musik kommt die Live-Musik...

                           
...und Tanz. Mal ausgelassen...

                                     
mal etwas braver.

Nach 5 Stunden Laotischem Schmuse-Pop bin ich ganz froh dass dieser Part der Party zuende geht.  

                             

19 Uhr
Fast nahtlos geht es dann über zum Kontrastprogramm: eine unserer Gästinnen, Camilla, singt während des Abendessens zur Gitarre ihre selbstgeschriebenen Songs. Ohne Lautsprecher. Tolle sehr entspannte Atmosphäre. 


                                
Zum Abschluss dann noch ein paar Klettererspielchen wie Tische- und Bänkebouldern und die Pfosten im Restaurant hochlaufen (so wie man eine Palme hochklettert). 
Dann noch ein wenig Party, dann fertig. Ein ereignisreicher Tag. Ich bin platt.

Und nun gibt es noch was zu berichten: 
Wir haben wieder gebaut…und da isse nun, unsere Boulderwand, das I-Tüpfelchen für ein anständiges Klettercamp.



                              
Wozu? Na zum Warmmachen für die Routen am Fels oder zum Trainieren oder damit man auch schon und noch im Dunkeln seine Arme langziehen kann.
Außerdem sieht´s noch hübsch aus mit den vielen kleinen bunten Griffen am Haus (s. Bild unten), aber das ist eher ein Nebenargument.


                                        

By the way: Mittlerweile haben sich Aysegül und Helmut, unsere 2 Hilfen, leider wieder verabschieden müssen. Dafür haben wir nahtlos Ersatz gefunden: Sinan aus Heidelberg wird uns bis zum Ende der Saison zur Seite stehen. Auch er ist hier für jeden Job einsetzbar. Hier beim Aufbau der "Bouldermatte": Sand muss erst einmal genügen.
                               
Die ersten Boulder werden eingeschraubt. Merkwürdig, mal wieder Plastikgriffe in der Hand zu halten.

                                              
Auch eine Art Einweihung: Patrick macht den ersten Boulder (nach Uli natürlich)

Ansonsten:
In den letzten 3 Wochen hatten wir wieder Besuch von einem Freund aus Rosenheim. Flo (unser „Covergirl“ unseres Kletterführers), bestückt mit 150 Bolts, hat hier das ein oder andere Routenvermächtnis hinterlassen. So hat Uli, der hier schon sämtliche Routen abgegrast hat, endlich wieder was zum Spielen. Tolle neue Linien (so sagt der Kletter-Fachmann) an der Höhle entlang und in unserem legendären Dach. Flo, vielen Dank dafür! Es das war ne coole Zeit mit dir! 


Seid lieb gegrüßt von
Tanja & Uli

Mittwoch, 7. März 2012

März 2012: Routine

Wiedermal auf die Schnelle: Bauarbeiten sind jetzt seit einigen Wochen endlich abgeschlossen. Ja, WIR SIND FERTIG !!!! Was nur noch fehlt (sozusagen als "nice to have"): die Boulderwand! Die ersten Balken stehen schon, der Rest folgt bald. 


Zurzeit passiert eigentlich nichts Spektakuläres, außer der immer wiederkehrende Alltagswahnsinn.


Daher hier ein paar Schnappschüsse von unserer Bagage: 



Xai, einer unserer Kellner, 17 Jahre alt. Lernt fleißig Englisch, kennt schon die Speisekarte rauf und runter. Macht super Mangolassis und diverse andere Shakes. 


Von links: Bang und Dui (2 Schwestern, 17 und 15 Jahre alt, aus dem Nachbardorf), Baa (17) und Wan (17), unsere Küchenfeen, und nochmal Xai.


Mitarbeitertreffen, so ganz Deutsch mit Kaffee und Kuchen. Uli und ich reden immer noch mit Händen und Füßen, aber unsere Leute hören geduldig zu. Erstaunlich, dass sie uns überhaupt ernst nehmen, stellt euch mal vor euer Chef kann keinen einzigen Satz richtig geradeaus sprechen...
 Im Vordergrung rechts Gai, auch Kellnerin, die sich hier als Verantwortungs- und Vertrauensperson rauskristallisiert. Auch erstaunlich, wieviel Englisch sie in den letzten 3 Monaten schon gelernt hat. 21 Jahre alt, hat schon 2 Kinder.


Glockenstimmen-Wan, sehr engagiert und verlässlich, und Baa wohnen beide im Staff House im Green Climbers Home.

Hier Mai (18) und Nui (21), bei denen wir im Januar auf der Hochzeit waren (wir haben berichtet). Nui arbeitet nun auch seit kurzem bei uns, ist total fleißig (zumindest wenn wir gucken). Mai ist übrigens schwanger.

Dui hat einen Spitznamen erhalten: Dui-tod (die Frittier-Dui), da sie sich immer auf die Essens-Bestellungen stürzt, die frittiert werden.

Ken, unsere Housekeeping-Dame, deren Mann vor einer Woche gestorben ist. Uli und ich haben sie am Tag vor der Beerdigung (bzw. Verbrennung) besucht. Der Verstorbene lag zugegeckt im Haus. Freunde und Familie waren alle versammelt und haben einen Opfertisch mit vielen Geldgaben vor ihm aufgebaut. Die Dorfbewohner haben einen Sarg gezimmert. Kens Mann war schon seitdem wir sie kennengelernt haben ziemlich krank, daher kam der Tod nicht überraschend. Dennoch, verständlicherweise, leidet sie sehr. Ach tut sie uns leid. Sie hat 2 Söhne und eine Tochter, vielleicht gibt ihr das Trost.



Und hier Bang, die sich mittlerweile als eine Art Super-Springer entpuppt. Da sie nicht lesen kann ist es doch ein wenig zu schwer für sie im Service zu arbeiten. Sie hat aber ein unheimliches Talent sich nützlich zu machen. Sie guckt, sieht wo sie helfen kann und packt zu. Manchmal zu heftig. Daher hat sie den Icecrusher, den Ulis Bruder Stefan mitgebracht hatte und auf den ich mich so gefreut hatte, schon nach 2 Tagen geschrottet. Als sie gehört hat dass dieser soviel kostet wie ein ganzer Monatslohn hatte sie ein wahnsinnig schlechtes Gewissen und macht immer einen großen Bogen um den Crusher (wir konnten ihn notdürftig reparieren).


Pimasoon, unsere 2. Dame im Housekeeping, kommt hier bildtechnisch etwas zu kurz. Hat vom Rauchen und sicherlich auch von ein wenig zuviel Bier eine krasse rauchige Krächzstimme. Ich nenn sie immer "coole Sau" (was ich durchaus positiv meine!). Sie muss dann immer lachen und krächzt dann auch "coolessau". Dann muss ich immer lachen.


Nicht zu vergessen: Helmut und Aysegül, die aber leider nicht auf den Fotos sind, da sie selber geknipst haben. Eine Riesenhilfe! Ob kellnern, Betten aufbauen, Kletterkurse geben, die Wasserpumpe wieder ans Laufen bringen...sie sind sehr vielseitig einsetzbar! Vielen Dank euch beiden!


Wir durchleben hier also mit unserer Bande schon eine Menge Höhen und Tiefen.


Sie sind uns schon richtig ins Herz gewachsen. Süß sind se ja, wenn sie nicht grad wiedermal den Zucker beim Dessert vergessen oder das Brot anbrennen lassen oder das Plastik in den Kompost schmeißen oder die Gerichte auf die falsche Zimmernummer schreiben oder wiedermal eine Stunde zu spät kommen oder das Honigglas nicht richtig zuschrauben und es vor Ameisen nur so wimmelt oder das kaltgestellte Bier über Nacht im Eisfach vergessen oder die Wäsche von den Gästen völlig durcheinanderschmeißen...es gibt eine Menge die man falsch machen kann, hätte ich gar nicht gedacht.


Ui, noch eine Neuigkeit: wir haben die Routenanzahl "100" durchbrochen, heute wird schon an der 102. Route gebohrt. Ist für die meisten von euch wahrscheinlich höchst unspektakulär, aber für Kletterer wird das Gebiet hier umso interessanter. 


So, nun wieder auf nach Haus, zurück ins Gefecht.


Seid gegrüßt von
Tanja und Uli

Samstag, 4. Februar 2012

Januar/Februar 2012: Fast fertig !!!!

Endspurt mit den Bauarbeiten! Noch einmal müssen die Elektriker durch die Waschräume von Dorm und Staffhaus, dann ist der letzte Grobschliff getan. Wir hoffen dass dies in den nächsten 3 Tagen passiert. 
Aber auch ohne Dusche im Dorm waren unsere Gäste glücklich. 


Hier der Anblick vom Restaurant auf das Dorm: die beiden Amerikaner Matty und Justin laden Uli zu ihrem alltäglichen Workout-Programm ein. Kein schlechter Anblick. Uli konnte nach der Fitnesseinlage 3 Tage lang seine Arme nicht mehr heben.



 Wir haben europäische Unterstützung bekommen: Aysegül aus der Türkei und Helmut aus Tirol.  Beider haben viel Erfahrung aus dem Klettercamp Josito in der Türkei mitgebracht, wo sie schon monatelang mitgearbeitet haben. Wunderbar: überall startklar, überall einsetzbar, eine Riesen-Hilfe! Ich versuche es diplomatisch ausdrücken: Arbeiten hat bei uns (ich meine damit grob im Westen) einen ziemlich anderen Stellenwert als in Laos, daher freuen wir uns besonders über Gleichgesinnte.



 .
Helmut wird erst einmal in der Küche eingearbeitet, Aysegül im Service. 
  

Wie schon erwähnt: die Bauarbeiten sind fast beendet, Zeit zum Aufräumen. Hier vorher...


..hier nachher. 
"Nebeneffekt" der Beendigung der Bauarbeiten:
- Hütte 9 und 10 werden frei, da sowohl Mr. Kon mit 5-köpfiger Familie (5, 3 und 2 Jahre oder so) und der Maurer Sai ausgezogen sind. 
- in Hütte 7 lebten bisher 3 unserer Mädels, in Nr. 8 waren Helmut und Aysegül untergebracht. Alle 5 können nun ins Staffhaus ziehen. Damit wären also insgesamt 4 weitere Bungalows für Gäste frei. 
- der Hahn, der morgens um halb 6 alle zur Weißglut gebracht hat, ist mit Kon + Familie abgedampft. 
- kein Kindergeschrei mehr (was oft, nein, sehr oft der Fall war)
- kein Hämmern mehr, kein Sägen mehr, keine 500 Mopeds mehr die Tag und Nacht durchs Camp gefahren sind um die Arbeiter zu versorgen oder zu besuchen.
- keine Materiallieferungen mehr (Material wurde immer gerne eher abgeworfen als abgeladen)

Ach ist das ruhig jetzt.

Nun ein Eindruck vom Innenleben der Bungalows: 




Balkon vom Dorm

Theke

Laut Bilder bekommt man den Eindruck es wäre hier ausgestorben, stimmt aber nicht. Alles ausgebucht, bis auf ein Bett im Dorm. Tolle Gäste, alle unglaublich nett, hilfsbereit, pflegeleicht.
Unter anderem wieder mal Besuch aus Köln: Peter, Anne, Kathrin und Tobi. So toll, dass die 4 hier sind. Sag ich denen auch jeden Tag bestimmt 3 mal.

Uli und ich kommen nun auch mal wieder ein wenig regelmäßiger zum klettern, muss aber noch mehr werden.

Tag für Tag versuchen wir den Ablauf ein wenig zu optimieren:
Einkauf macht nun schon seit einigen Wochen unser hauseigener Tuk Tuk-Fahrer, der nun wohl der reichste Mann Thakheks wird. Unsere Köchinnen, Kellner(innen) und Housekeeping-Damen werden immer fitter und besser in ihrem Job, sogar die kleine Bang (15 Jahre alt), die nicht lesen und schreiben kann (auch keine Zahlen, sobald diese zweistellig werden) macht ein paar Fortschritte. Ich denke wir sind schon ein prima Team geworden.

Also Leute, wie ihr sehr, es läuft. Jeden Tag ein wenig besser. Wir sind schon ziemlich stolz muss ich zugeben.

Was nun noch ansteht: 
- wie bekommen wir Internet?
- wie können wir unseren Kletterführer weltweit verkaufen? Das Verschicken ist kein Problem, sondern die Zahlungsmodalitäten (Paypal unterstützt keine Laotischen Konten und per Kreditkarte ist´s unglaublich kompliziert)
- wir warten auf das erste Exemplar unseres T-Shirts, dass wir selbst designed haben, ich bin gespannt.

Das einzige was richtig schlimm ist: unsere Schokoladen-Vorräte gehen zur Neige (dies ist keine Aufforderung für ein neues Päckchen, hört ihr?). Jeden Abend hatten wir bisher ein Betthupferl, das war klasse. War´ne schöne Zeit mit euch, Milka, Alpia, Ritter Sport und Toffifee!

So, nun wieder ab zurück nach Hause.
Seid herzlich gegrüßt von Tanja und Uli

Samstag, 7. Januar 2012

31.12.11 - 07.01.12 Silvester, volles Haus und ne Hochzeit

Wir haben einen Namen für unser Restaurant: KNEEBAR! Danke an Abe, der diesen Namen gefunden hat. Für Nicht-Kletterer: Kneebar ist quasi Fachjargon. Super dass auf Englisch dieses kleine Wörtchen "bar" drin steckt. Übersetzt auf Deutsch: Knieklemmer. Bedeutet: klemme dein Knie hinter irgendwelche Felsformationen, um damit dein Gewicht zu halten. Knieklemmer sind beim Klettern immer herzlich willkommen, da eine hervorragende Möglichkeit ,mal die Arme auszuschütteln. Nebenwirkung: aufgeschrammte Knie und Schienbeine, Wadenkrämpfe, unglaubliche Schmerzen in den Zehen. Und dennoch berichtet immer jeder stolz: "hast du auch den Knieklemmer gefunden?" Ganz schön bekloppt.

Hier die Einweihung unserer "Kneebar".

Vorbereitung des Silvestermenüs: Salat in Western style, dann Schnitzel mit Bratkartoffeln, als Nachtisch Kaiserschmarrn. Oh das war lecker. Ein wenig Heimat in der Ferne.
Dann Silvesterspielchen: Wer kann die Flasche am weitesten wegstellen? Hier der Leif in Action.


Und immer wieder gerne: wer kann einmal um die Bank klettern ohne den Boden zu berühren? Hier der Kevin.


Ein paar Tage später: Mai, unsere Köchin, heiratet und wir dürfen dabei sein! Nach 2 Stunden müssen wir allerdings wieder zu unserer hungrigen Gäste-Meute. 

Stattdessen sollen lieber unsere Mädels zu der Party gehen. Da hammse sich mal richtig in Schale geschmissen...

und mich gleich mit verkleidet. Die hatten vielleicht einen Spaß als ich ihren Rock ("Sin") angezogen hab.

Nach dem ersten Schub an Gästen hatten wir ein paar Tage Verschnaufspause, aber nun ist alles wieder fast voll belegt.

Die Bauarbeiten laufen weiterhin auf Hochtouren. Dorm ist fast fertig, Staffhaus folgt bald
Gute Nachricht: wir haben nun seit ein paar Tagen fließend Wasser aus dem 30 m tiefen Brunnen! Dusche, Waschmaschine, Wasserspülung im Klo, welch Luxus.

Und noch was: unser Kletterführer ist gedruckt, die ersten 4 Exemplare schon verkauft. 

Bis demnächst und liebe Grüße von 
Tanja und Uli

Samstag, 24. Dezember 2011

22.12.2011 Dann mal frohe Weihnachten! Merry Christmas!

Mal wieder keine Zeit, sitze grad im Inthira Hotel um wenigstens ein paar Emails zu beantworten. Leider auch keine Zeit für viele Bilder, sorry. Daher hier nur eine kleine Auswahl.

Unser erster Betriebsausflug. Gehen mit unserer Bagage klettern..was sonst. So wissen unsere Leute wenigstens, warum alle diese Verrückten aus der ganzen Welt kommen. Klettern hat ihnen tatsächlich sehr viel "muang" (Spaß) gemacht!




Wir haben nun, obwohl noch nicht fertig, unsere ersten Individualreisenden beherbergt. Unter anderem Besuch von Freunden aus Köln, Jonas, Leif und Susanne!!!


Zum Glück haben wir nun endlich den ausrangierten Truck von Green Discovery. Die Türen klemmen bestenfalls, 2 gehen gar nicht mehr auf. Die Handbremse funktioniert auch nicht. Aber was solls, der Einkauf wäre ohne gar nicht mehr zu bewältigen.


Ach ja, und Weihnachten! Auf individuelle Weihnachtsgrüße müsst ihr leider verzichten, wir senden euch hiermit alles Liebe zu Weihnachten, wir denken heute vor allem an unsere Familie zu Hause! 


Spieleabend mit Kletterspielchen, herrlich. Mittlerweile haben wir 23 Gäste, die Bude ist jetzt schon brechend voll. Mann o mann, wir können uns kaum retten vor lauter Anfragen. Was wir so raushören fühlen sich alle pudelwohl. Und das Essen kommt bombig an (Uli kocht halt....)

Jetziger Stand: WIR HABEN ELEKTRIZITÄT!!!! Erste Amtshandlung: Musik ausprobieren und Red Hot Chilli Peppers volles Rohr. Uns lief es kalt und heiß über den Rücken als wir endlich wieder unsere Musik im Ohr hatten, es war fast wie ein Eröffnungssignal.
Wasser fließt noch nicht, und mit Internet wird´s erstmal nichts, daher bitte ich weiterhin um Geduld beim Emailen.

So, muss los. Uli ist mit unseren Grazien allein um Barbeque, Sticky Rice und Tam mak tuan (Bohnensalat) vorzubereiten. Weihnachtsessen für ca. 30 Leute. 


Alles Liebe, Tanja und Uli