Sonntag, 25. März 2012

24.03.12 Green Climbers Home nun offiziell geöffnet!

Jetzt ist es endlich durch: wir haben nun offiziell geöffnet. Am 24.03.12 gab es eine Eröffnungszeremonie vom allerfeinsten. In Laos werden sämtliche Einweihungen oder Eröffnungen mit einer sogenannten „Bassi“ gefeiert. Anfangs hieß es dass ca. 10 Leute eingeladen werden sollten, daher haben wir uns nicht so´n Kopp gemacht. 10 Leute kriegen wir immer satt. Als wir dann einen  Nachmittag vor dem großen Tag erfahren haben, dass bis zu 60 Personen erwartet werden war ich nicht mehr so entspannt. Ehrlich gesagt stinksauer dass wir nicht früher davon erfahren haben.
Wir selbst haben dann aber zum Glück fast gar nichts planen oder uns kümmern müssen, es wurde alles um uns herum organisiert, vorbereitet, herangekarrt und gekocht (ob´s uns nun passte oder nicht)

Hier der Ablauf unserer Bassi: 
10Uhr
Zum Auftakt halten Inthy und seine Frau Pok (die Besitzer von Green Discovery) Hühnerfüße an einem Bindfaden in kochendes Wasser. Während die Füße im Wasser tauchen muss man die Luft anhalten und darf sich gedanklich was wünschen. Es heißt, die Wünsche gehen in Erfüllung. Ist ja logisch. 3 Wünsche hat man frei.  Uli und ich waren danach dran. Mmh, Hühnerfüße, ganz nach meinem Geschmack.

Die Gäste (die Herren und Damen vom Tourismus Office, Ministry of Finance und der Stadt Thakhek, der Landbesitzer und seine Frau, der Bauleiter, das Headoffice von Green Discovery und sogar ein Kameramann mit Gefolge von einem Laotischen Fernsehsender) trudeln nach und nach ein. Sind dann aber doch nur ca. 30 Leute und nicht 60. Plus unserer Gäste, die ganz fasziniert das ganze Geschehen verfolgen.



11 Uhr:
Es wird fett aufgetragen: es gibt es eine Art „Andacht“ und Weihung mit 5 Mönchen und dem Dorfältestens (normalerweise reichen 3 Mönche oder der Dorfälteste) von dem Nachbardorf Xiangliab. Mönche und Dorfältester sprechen ca. 20 Minuten am Stück im monotonen Gleichklang das Gebet. Es ist tatsächlich sehr beeindruckend.

 
Inthy, Pok, Uli und ich durften in der ersten Reihe vor dem Opfertisch sitzen.  


  
Danach wickelt man sich gegenseitig einer dem anderen weiße  Baumwollbändchen um das Handgelenk und spricht währenddessen gute Wünsche aus. 


                                          
12 Uhr:
Mittags gibt es am Buffet Laab, Hühnerkeulen, Frühlingsrollen, Sticky rice und Salat. 

                                  

Und reichlich Bier. Zu den Bierfässern mitgereicht wurden 2 Mädels, die dafür sorgen dass das Glas immer voll ist und die Gäste nach und nach auch. (Sie machen ihren Job sehr gründlich, da sie nach Provision bezahlt werden. Kriege das Mädel leider nicht gedreht.) Man muss sich schon einige Tricks einfallen lassen damit nicht nach jedem Schluck wieder schwuppsdiewupps das Glas wieder gefüllt wird. Nach einiger Zeit ist das Bier nämlich nur noch eine schale warme Pampe und außerdem verliert man völlig den Überblick über seinen Konsum. Ich muss gestehen, ich find´s schrecklich wenn man mir ungefragt das Zeug aufdrängt. Entspanntes (Aus-)trinken iss hier nich. 
Nun, die Laotischen Gäste finden´s normal und unsere Internationalen Gästen finden´s lustig. 

13Uhr
Nach dem Essen kommt die Musik. Auch hier lässt man sich nicht lumpen und karrt direkt 6 Megaboxen an. In Laos mag man es laut. 


                                 
Und nach der Musik kommt die Live-Musik...

                           
...und Tanz. Mal ausgelassen...

                                     
mal etwas braver.

Nach 5 Stunden Laotischem Schmuse-Pop bin ich ganz froh dass dieser Part der Party zuende geht.  

                             

19 Uhr
Fast nahtlos geht es dann über zum Kontrastprogramm: eine unserer Gästinnen, Camilla, singt während des Abendessens zur Gitarre ihre selbstgeschriebenen Songs. Ohne Lautsprecher. Tolle sehr entspannte Atmosphäre. 


                                
Zum Abschluss dann noch ein paar Klettererspielchen wie Tische- und Bänkebouldern und die Pfosten im Restaurant hochlaufen (so wie man eine Palme hochklettert). 
Dann noch ein wenig Party, dann fertig. Ein ereignisreicher Tag. Ich bin platt.

Und nun gibt es noch was zu berichten: 
Wir haben wieder gebaut…und da isse nun, unsere Boulderwand, das I-Tüpfelchen für ein anständiges Klettercamp.



                              
Wozu? Na zum Warmmachen für die Routen am Fels oder zum Trainieren oder damit man auch schon und noch im Dunkeln seine Arme langziehen kann.
Außerdem sieht´s noch hübsch aus mit den vielen kleinen bunten Griffen am Haus (s. Bild unten), aber das ist eher ein Nebenargument.


                                        

By the way: Mittlerweile haben sich Aysegül und Helmut, unsere 2 Hilfen, leider wieder verabschieden müssen. Dafür haben wir nahtlos Ersatz gefunden: Sinan aus Heidelberg wird uns bis zum Ende der Saison zur Seite stehen. Auch er ist hier für jeden Job einsetzbar. Hier beim Aufbau der "Bouldermatte": Sand muss erst einmal genügen.
                               
Die ersten Boulder werden eingeschraubt. Merkwürdig, mal wieder Plastikgriffe in der Hand zu halten.

                                              
Auch eine Art Einweihung: Patrick macht den ersten Boulder (nach Uli natürlich)

Ansonsten:
In den letzten 3 Wochen hatten wir wieder Besuch von einem Freund aus Rosenheim. Flo (unser „Covergirl“ unseres Kletterführers), bestückt mit 150 Bolts, hat hier das ein oder andere Routenvermächtnis hinterlassen. So hat Uli, der hier schon sämtliche Routen abgegrast hat, endlich wieder was zum Spielen. Tolle neue Linien (so sagt der Kletter-Fachmann) an der Höhle entlang und in unserem legendären Dach. Flo, vielen Dank dafür! Es das war ne coole Zeit mit dir! 


Seid lieb gegrüßt von
Tanja & Uli

Mittwoch, 7. März 2012

März 2012: Routine

Wiedermal auf die Schnelle: Bauarbeiten sind jetzt seit einigen Wochen endlich abgeschlossen. Ja, WIR SIND FERTIG !!!! Was nur noch fehlt (sozusagen als "nice to have"): die Boulderwand! Die ersten Balken stehen schon, der Rest folgt bald. 


Zurzeit passiert eigentlich nichts Spektakuläres, außer der immer wiederkehrende Alltagswahnsinn.


Daher hier ein paar Schnappschüsse von unserer Bagage: 



Xai, einer unserer Kellner, 17 Jahre alt. Lernt fleißig Englisch, kennt schon die Speisekarte rauf und runter. Macht super Mangolassis und diverse andere Shakes. 


Von links: Bang und Dui (2 Schwestern, 17 und 15 Jahre alt, aus dem Nachbardorf), Baa (17) und Wan (17), unsere Küchenfeen, und nochmal Xai.


Mitarbeitertreffen, so ganz Deutsch mit Kaffee und Kuchen. Uli und ich reden immer noch mit Händen und Füßen, aber unsere Leute hören geduldig zu. Erstaunlich, dass sie uns überhaupt ernst nehmen, stellt euch mal vor euer Chef kann keinen einzigen Satz richtig geradeaus sprechen...
 Im Vordergrung rechts Gai, auch Kellnerin, die sich hier als Verantwortungs- und Vertrauensperson rauskristallisiert. Auch erstaunlich, wieviel Englisch sie in den letzten 3 Monaten schon gelernt hat. 21 Jahre alt, hat schon 2 Kinder.


Glockenstimmen-Wan, sehr engagiert und verlässlich, und Baa wohnen beide im Staff House im Green Climbers Home.

Hier Mai (18) und Nui (21), bei denen wir im Januar auf der Hochzeit waren (wir haben berichtet). Nui arbeitet nun auch seit kurzem bei uns, ist total fleißig (zumindest wenn wir gucken). Mai ist übrigens schwanger.

Dui hat einen Spitznamen erhalten: Dui-tod (die Frittier-Dui), da sie sich immer auf die Essens-Bestellungen stürzt, die frittiert werden.

Ken, unsere Housekeeping-Dame, deren Mann vor einer Woche gestorben ist. Uli und ich haben sie am Tag vor der Beerdigung (bzw. Verbrennung) besucht. Der Verstorbene lag zugegeckt im Haus. Freunde und Familie waren alle versammelt und haben einen Opfertisch mit vielen Geldgaben vor ihm aufgebaut. Die Dorfbewohner haben einen Sarg gezimmert. Kens Mann war schon seitdem wir sie kennengelernt haben ziemlich krank, daher kam der Tod nicht überraschend. Dennoch, verständlicherweise, leidet sie sehr. Ach tut sie uns leid. Sie hat 2 Söhne und eine Tochter, vielleicht gibt ihr das Trost.



Und hier Bang, die sich mittlerweile als eine Art Super-Springer entpuppt. Da sie nicht lesen kann ist es doch ein wenig zu schwer für sie im Service zu arbeiten. Sie hat aber ein unheimliches Talent sich nützlich zu machen. Sie guckt, sieht wo sie helfen kann und packt zu. Manchmal zu heftig. Daher hat sie den Icecrusher, den Ulis Bruder Stefan mitgebracht hatte und auf den ich mich so gefreut hatte, schon nach 2 Tagen geschrottet. Als sie gehört hat dass dieser soviel kostet wie ein ganzer Monatslohn hatte sie ein wahnsinnig schlechtes Gewissen und macht immer einen großen Bogen um den Crusher (wir konnten ihn notdürftig reparieren).


Pimasoon, unsere 2. Dame im Housekeeping, kommt hier bildtechnisch etwas zu kurz. Hat vom Rauchen und sicherlich auch von ein wenig zuviel Bier eine krasse rauchige Krächzstimme. Ich nenn sie immer "coole Sau" (was ich durchaus positiv meine!). Sie muss dann immer lachen und krächzt dann auch "coolessau". Dann muss ich immer lachen.


Nicht zu vergessen: Helmut und Aysegül, die aber leider nicht auf den Fotos sind, da sie selber geknipst haben. Eine Riesenhilfe! Ob kellnern, Betten aufbauen, Kletterkurse geben, die Wasserpumpe wieder ans Laufen bringen...sie sind sehr vielseitig einsetzbar! Vielen Dank euch beiden!


Wir durchleben hier also mit unserer Bande schon eine Menge Höhen und Tiefen.


Sie sind uns schon richtig ins Herz gewachsen. Süß sind se ja, wenn sie nicht grad wiedermal den Zucker beim Dessert vergessen oder das Brot anbrennen lassen oder das Plastik in den Kompost schmeißen oder die Gerichte auf die falsche Zimmernummer schreiben oder wiedermal eine Stunde zu spät kommen oder das Honigglas nicht richtig zuschrauben und es vor Ameisen nur so wimmelt oder das kaltgestellte Bier über Nacht im Eisfach vergessen oder die Wäsche von den Gästen völlig durcheinanderschmeißen...es gibt eine Menge die man falsch machen kann, hätte ich gar nicht gedacht.


Ui, noch eine Neuigkeit: wir haben die Routenanzahl "100" durchbrochen, heute wird schon an der 102. Route gebohrt. Ist für die meisten von euch wahrscheinlich höchst unspektakulär, aber für Kletterer wird das Gebiet hier umso interessanter. 


So, nun wieder auf nach Haus, zurück ins Gefecht.


Seid gegrüßt von
Tanja und Uli

Samstag, 4. Februar 2012

Januar/Februar 2012: Fast fertig !!!!

Endspurt mit den Bauarbeiten! Noch einmal müssen die Elektriker durch die Waschräume von Dorm und Staffhaus, dann ist der letzte Grobschliff getan. Wir hoffen dass dies in den nächsten 3 Tagen passiert. 
Aber auch ohne Dusche im Dorm waren unsere Gäste glücklich. 


Hier der Anblick vom Restaurant auf das Dorm: die beiden Amerikaner Matty und Justin laden Uli zu ihrem alltäglichen Workout-Programm ein. Kein schlechter Anblick. Uli konnte nach der Fitnesseinlage 3 Tage lang seine Arme nicht mehr heben.



 Wir haben europäische Unterstützung bekommen: Aysegül aus der Türkei und Helmut aus Tirol.  Beider haben viel Erfahrung aus dem Klettercamp Josito in der Türkei mitgebracht, wo sie schon monatelang mitgearbeitet haben. Wunderbar: überall startklar, überall einsetzbar, eine Riesen-Hilfe! Ich versuche es diplomatisch ausdrücken: Arbeiten hat bei uns (ich meine damit grob im Westen) einen ziemlich anderen Stellenwert als in Laos, daher freuen wir uns besonders über Gleichgesinnte.



 .
Helmut wird erst einmal in der Küche eingearbeitet, Aysegül im Service. 
  

Wie schon erwähnt: die Bauarbeiten sind fast beendet, Zeit zum Aufräumen. Hier vorher...


..hier nachher. 
"Nebeneffekt" der Beendigung der Bauarbeiten:
- Hütte 9 und 10 werden frei, da sowohl Mr. Kon mit 5-köpfiger Familie (5, 3 und 2 Jahre oder so) und der Maurer Sai ausgezogen sind. 
- in Hütte 7 lebten bisher 3 unserer Mädels, in Nr. 8 waren Helmut und Aysegül untergebracht. Alle 5 können nun ins Staffhaus ziehen. Damit wären also insgesamt 4 weitere Bungalows für Gäste frei. 
- der Hahn, der morgens um halb 6 alle zur Weißglut gebracht hat, ist mit Kon + Familie abgedampft. 
- kein Kindergeschrei mehr (was oft, nein, sehr oft der Fall war)
- kein Hämmern mehr, kein Sägen mehr, keine 500 Mopeds mehr die Tag und Nacht durchs Camp gefahren sind um die Arbeiter zu versorgen oder zu besuchen.
- keine Materiallieferungen mehr (Material wurde immer gerne eher abgeworfen als abgeladen)

Ach ist das ruhig jetzt.

Nun ein Eindruck vom Innenleben der Bungalows: 




Balkon vom Dorm

Theke

Laut Bilder bekommt man den Eindruck es wäre hier ausgestorben, stimmt aber nicht. Alles ausgebucht, bis auf ein Bett im Dorm. Tolle Gäste, alle unglaublich nett, hilfsbereit, pflegeleicht.
Unter anderem wieder mal Besuch aus Köln: Peter, Anne, Kathrin und Tobi. So toll, dass die 4 hier sind. Sag ich denen auch jeden Tag bestimmt 3 mal.

Uli und ich kommen nun auch mal wieder ein wenig regelmäßiger zum klettern, muss aber noch mehr werden.

Tag für Tag versuchen wir den Ablauf ein wenig zu optimieren:
Einkauf macht nun schon seit einigen Wochen unser hauseigener Tuk Tuk-Fahrer, der nun wohl der reichste Mann Thakheks wird. Unsere Köchinnen, Kellner(innen) und Housekeeping-Damen werden immer fitter und besser in ihrem Job, sogar die kleine Bang (15 Jahre alt), die nicht lesen und schreiben kann (auch keine Zahlen, sobald diese zweistellig werden) macht ein paar Fortschritte. Ich denke wir sind schon ein prima Team geworden.

Also Leute, wie ihr sehr, es läuft. Jeden Tag ein wenig besser. Wir sind schon ziemlich stolz muss ich zugeben.

Was nun noch ansteht: 
- wie bekommen wir Internet?
- wie können wir unseren Kletterführer weltweit verkaufen? Das Verschicken ist kein Problem, sondern die Zahlungsmodalitäten (Paypal unterstützt keine Laotischen Konten und per Kreditkarte ist´s unglaublich kompliziert)
- wir warten auf das erste Exemplar unseres T-Shirts, dass wir selbst designed haben, ich bin gespannt.

Das einzige was richtig schlimm ist: unsere Schokoladen-Vorräte gehen zur Neige (dies ist keine Aufforderung für ein neues Päckchen, hört ihr?). Jeden Abend hatten wir bisher ein Betthupferl, das war klasse. War´ne schöne Zeit mit euch, Milka, Alpia, Ritter Sport und Toffifee!

So, nun wieder ab zurück nach Hause.
Seid herzlich gegrüßt von Tanja und Uli

Samstag, 7. Januar 2012

31.12.11 - 07.01.12 Silvester, volles Haus und ne Hochzeit

Wir haben einen Namen für unser Restaurant: KNEEBAR! Danke an Abe, der diesen Namen gefunden hat. Für Nicht-Kletterer: Kneebar ist quasi Fachjargon. Super dass auf Englisch dieses kleine Wörtchen "bar" drin steckt. Übersetzt auf Deutsch: Knieklemmer. Bedeutet: klemme dein Knie hinter irgendwelche Felsformationen, um damit dein Gewicht zu halten. Knieklemmer sind beim Klettern immer herzlich willkommen, da eine hervorragende Möglichkeit ,mal die Arme auszuschütteln. Nebenwirkung: aufgeschrammte Knie und Schienbeine, Wadenkrämpfe, unglaubliche Schmerzen in den Zehen. Und dennoch berichtet immer jeder stolz: "hast du auch den Knieklemmer gefunden?" Ganz schön bekloppt.

Hier die Einweihung unserer "Kneebar".

Vorbereitung des Silvestermenüs: Salat in Western style, dann Schnitzel mit Bratkartoffeln, als Nachtisch Kaiserschmarrn. Oh das war lecker. Ein wenig Heimat in der Ferne.
Dann Silvesterspielchen: Wer kann die Flasche am weitesten wegstellen? Hier der Leif in Action.


Und immer wieder gerne: wer kann einmal um die Bank klettern ohne den Boden zu berühren? Hier der Kevin.


Ein paar Tage später: Mai, unsere Köchin, heiratet und wir dürfen dabei sein! Nach 2 Stunden müssen wir allerdings wieder zu unserer hungrigen Gäste-Meute. 

Stattdessen sollen lieber unsere Mädels zu der Party gehen. Da hammse sich mal richtig in Schale geschmissen...

und mich gleich mit verkleidet. Die hatten vielleicht einen Spaß als ich ihren Rock ("Sin") angezogen hab.

Nach dem ersten Schub an Gästen hatten wir ein paar Tage Verschnaufspause, aber nun ist alles wieder fast voll belegt.

Die Bauarbeiten laufen weiterhin auf Hochtouren. Dorm ist fast fertig, Staffhaus folgt bald
Gute Nachricht: wir haben nun seit ein paar Tagen fließend Wasser aus dem 30 m tiefen Brunnen! Dusche, Waschmaschine, Wasserspülung im Klo, welch Luxus.

Und noch was: unser Kletterführer ist gedruckt, die ersten 4 Exemplare schon verkauft. 

Bis demnächst und liebe Grüße von 
Tanja und Uli

Samstag, 24. Dezember 2011

22.12.2011 Dann mal frohe Weihnachten! Merry Christmas!

Mal wieder keine Zeit, sitze grad im Inthira Hotel um wenigstens ein paar Emails zu beantworten. Leider auch keine Zeit für viele Bilder, sorry. Daher hier nur eine kleine Auswahl.

Unser erster Betriebsausflug. Gehen mit unserer Bagage klettern..was sonst. So wissen unsere Leute wenigstens, warum alle diese Verrückten aus der ganzen Welt kommen. Klettern hat ihnen tatsächlich sehr viel "muang" (Spaß) gemacht!




Wir haben nun, obwohl noch nicht fertig, unsere ersten Individualreisenden beherbergt. Unter anderem Besuch von Freunden aus Köln, Jonas, Leif und Susanne!!!


Zum Glück haben wir nun endlich den ausrangierten Truck von Green Discovery. Die Türen klemmen bestenfalls, 2 gehen gar nicht mehr auf. Die Handbremse funktioniert auch nicht. Aber was solls, der Einkauf wäre ohne gar nicht mehr zu bewältigen.


Ach ja, und Weihnachten! Auf individuelle Weihnachtsgrüße müsst ihr leider verzichten, wir senden euch hiermit alles Liebe zu Weihnachten, wir denken heute vor allem an unsere Familie zu Hause! 


Spieleabend mit Kletterspielchen, herrlich. Mittlerweile haben wir 23 Gäste, die Bude ist jetzt schon brechend voll. Mann o mann, wir können uns kaum retten vor lauter Anfragen. Was wir so raushören fühlen sich alle pudelwohl. Und das Essen kommt bombig an (Uli kocht halt....)

Jetziger Stand: WIR HABEN ELEKTRIZITÄT!!!! Erste Amtshandlung: Musik ausprobieren und Red Hot Chilli Peppers volles Rohr. Uns lief es kalt und heiß über den Rücken als wir endlich wieder unsere Musik im Ohr hatten, es war fast wie ein Eröffnungssignal.
Wasser fließt noch nicht, und mit Internet wird´s erstmal nichts, daher bitte ich weiterhin um Geduld beim Emailen.

So, muss los. Uli ist mit unseren Grazien allein um Barbeque, Sticky Rice und Tam mak tuan (Bohnensalat) vorzubereiten. Weihnachtsessen für ca. 30 Leute. 


Alles Liebe, Tanja und Uli

Freitag, 9. Dezember 2011

19.11.-08.12.2011 Die ersten Gäste! The first guests!

And once again also in English! Martin, thank you so much for your translation!


Ist viel passiert die letzten Wochen...
Haben noch nicht wirklich geöffnet, aber schon die ersten 48 Camping-Gäste, davon 40 Kinder, am Start. Irgendwie falsche Reihenfolge.
Das wichtigste: endlich unsere 3 Slacklines aufbauen. Ich glaub unser Personal, wir selbst und die Bauarbeiter hatten am meisten Spaß damit, vor allem als nachts einer der Arbeiter mi´m Moped mit Vollgas gegen eine Slackline gerast ist und wie ein Flummi abgeprallt ist.


A lot happened in the past weeks. We’re not yet really open, but already the first 48 camping guests, including 40 children, were arriving .
First things first: Finally building our 3 slacklines. I think our employees themselves and the workers were having the most fun. Especially when one of the workers went at night full speed into the slackline and bounced like a rubber ball.
Hier: Ulis Füße und Gibbon / Here: Ulis feet and Gibbon

Nun zum ernsten Teil der Vorbereitungen: Arbeitsplan. Tolle Sache, aber total nutzlos wenn ihn keiner des Personals lesen kann. Wir hamja nicht die gleichen Schriftzeichen. Also alles aufmalen und die Namen neben die Arbeitszeiten selber eintragen lassen (die Zahlen sind zum Glück bei uns gleich), oh wunder, es hat funktioniert! 

Now for the first part of the preparations. The working schedule. Great thing, but totally useless when your employees cant read it, because of course we don’t even use the same letters. So we gotta sketch every task and let the workers themselves put sign their working times ( numbers are luckily the same) next to it. And, oh wonder, it worked.

Morgens um 5: ca. 25 Zelte mit 48 hungrigen Mägen warten auf uns. Kein Wasser, kein Strom, ein Moped. Personal, das mit Gastronomie bisher noch nie was am Hut hatte, seit ca. 2 Wochen am Start, auf Laotisch und Zeichensprache eingewiesen. Wir sind gespannt.

Mornings at around 5 o’clock: 25 tents and 48 hungry stomachs are waiting for us. No water, no power, one motorcycle. And our employees, that didn’t have any experience with hosting a restaurant are being trained since 2 weeks, in Laotian and sign language. We are very curious how it will work out.

Die Mädels Gai, Ken und Pimasoon bereiten das Frühstück vor...


The girls are preparing breakfast…
...ich selbst backe Brot... / I am backing bread...
Geschafft, Frühstück steht. / Finished. Breakfast’s ready.
40 Kinder satt und zufrieden. Danach direkt auf zum Kletterkurs. Uli verkrümelt sich heimlich zwischendurch, um dann schon mal Mittagessen vorzubereiten. Essen: Hühnchenschenkel und Fisch, dazu Sticky rice, als Nachtisch Obst. Hat auch funktioniert.


40 children full and happy. Afterwards it’s time for the climbing course. Uli is secretly sneaking away in order to prepare lunch:  chickenlegs, fish and sticky rice, fruit as dessert. Worked perfectly.
1. Abend: Barbeque am Lagerfeuer / 1st evening: Barbeque at the campfire
2. Abend: Stockbrot am Lagerfeuer (liebe Britta, nochmals vielen Dank für den Tipp, die Kinder hatten einen Heidenspaß!). Uli erklärt wie´s funktioniert mit dem Stock. 


2nd evening: French bread at the campfire (dear Britta, thanks a lot for the tip, the children enjoyed it a lot). Uli gives instructions how to toast the bread with the stick.
Nach 2 Tagen Dauerstress für Uli und mich fährt der Reisebus voll Kinder wieder ab. Kinder und Lehrer hochzufrieden, wunderbar. Feuertaufe gut überstanden. Jetzt erstmal schlafen gehn.
1 Woche später hatten wir schon die nächste Gruppe von 26 Leuten. Wieder Camping, auch Kletterkurs. Wir sind nun schon ein eingespieltes Team, also alles kein Problem mehr....


After 2 days of stress for Uli and me, the bus  with the children departs again. Children and teachers perfectly happy. Wonderfull. And now finally sleeping time.
One week later and we had another group of 26 people. Camping again. And also a climbing course. We are already functioning as a perfect team, no problems anymore…

Dann geht´s weiter mit unserem "Alltag": Uli weist die beiden Köchinnen Mai und Wan in unsere Auffassung von guter Küche ein. Maggi und Knorr sind zwar in Laos sehr beliebt und haben bestimmt ihre Berechtigung, aber bitte nicht auf unserer Speisekarte!!!!
On with our daily life. Uli is instructing our two chefs Mai and Wan in what we think cooking should be like. Maggi and Knorr have its place in Laos too, but not on our menue.

Mr. Hongxai hat das Gemüsebeet noch ein wenig erweitert. Leider hat er uns kurz darauf schon wieder verlassen, wir wissen bis heute nicht warum.
Mr. Hongxai enlarged the vegetable field. Unluckily he left as a short time later, we still don’t know why.

Abends fahren wir (wenn wir nicht grad die Bude voll haben) immer noch nach Thakhek. Ein Haufen Kletterer ist unterwegs, die schon gerne bei uns untergekommen wären. So treffen wir uns halt am Mekong auf´n Bier.
In the evening we’re still driving back to Thakhek (if we don’t have a full house). There are a lot of climbers travelling around, that would have loved to stay at our climbershome, but couldn’t yet. So it’s down to a beer at the Mekong.
Hier unser Umzug auf Laotisch (für die Camping-Gruppe mussten wir einen Haufen Zeug anschleppen). Wir selbst hatten auf dem Weg von Thakhek zum Green Climbers Home keinen Platz mehr im Tuk Tuk, sind also auf unserem Moped vorgefahren. Plötzlich war das Tuk Tuk weg, mitsamt den neuen Lautsprechern, unserem Kletterequipment, der Farbe für 14 Badezimmer, sämtlichen Plastikklettergriffen aus Deutschland, unserem Laptop mit all unserer Musik und noch vielem anderen Zeug. Mann, was einem da durch den Kopf schießt...wir haben also wie die Irren ganz Thakhek nach unserem Tuk Tuk-Fahrer abgesucht, dann andere Tuk Tuk-Fahrer aufgescheucht und anhand dieses Fotos nach dem Ausreißer gefahndet, dann seine Kollegen, die immer am gleichen Stand stehen wie unser Fahrer, befragt. Dann plötzlich sehen wir unsere Ladung in einem Hunday-Truck an uns vorbeiziehen, im Fahrerhaus unser freundlich winkender Ex-Tuk Tuk-Fahrer. Dann wara wieder weg. Haben dann von den Kollegen erfahren, unsere Ladung im Tuk Tuk war zu schwer, daher die Umlade-Aktion auf seinen Hunday. Jetzt müsse er aber erstmal seine 3 bis 5 Kinder von der Schule abholen. Großes Aufatmen bei Uli und mir.Was war das für ein Schreck! Hatten uns schon ausgemalt wir Mr. Tuk Tuk unsere Klettergriffe auf´m Markt verkloppt. Und wie schlecht haben wir uns dann gefühlt dass wir diesem freundlichen Mann sowas Böses unterstellt hatten.


Here we are moving the Laotian way (for the camping group we had a lot of stuff to move). We didn’t fit into the tuktuk, so we drove ahead with our motorbike. But suddenly the TukTuk was gone, with our speakers, our climbing equipment, the paint for the 14 bathrooms, all our plastic climbing grips from Germany, our laptop with all our music and a lot of other stuff as well. Gosh, what kind of thoughts were running through our minds. We went like idiots through the whole of Thakhek searching for our TukTuk driver. We got other TukTuk drivers to help us searching and interrogated the drivers, that are supposed to know our drivers. Then suddenly we see our stuff in a Hyunday truck passing by us. And a the driver smiling at us. And then our stuff was gone again…. We learned from a colleague, that our stuff was to heavy for the Tuktuk, so they moved it to the Hyunday truck .  But now he first has to get his 3 to 5 children from school. We were relieved. What a shock. We already pictured Mr. Tuktuk selling our stuff on the local market. And how bad we felt afterwards, that we had such evil thoughts about our friendly driver.


So, wieder zurück zu den Vorbereitungsmaßnahmen. Mittlerweile finden wir schon die Fähigkeiten und Stärken unserer Leute raus und versuchen dementsprechend die Arbeiten zu verteilen. Xai montiert die Lautsprecherkabel...
Alright, back to preparations. Now we figured out the skills and strengths of our workers and try to distribute the work accordingly. Xai is fixing the speaker cables..


Gai bastelt Windlichter (es gibt hier nichts dergleichen, geschweige denn Teelichter)...
Gai is creating so called “wind lights”, some kind of outside candles (there’s nothing like that here in Lao)


Mik übersetzt die Speisekarte vom Englischen ins Laotische (endlich haben wir auf unserem Laptop auch die Möglichkeit, auf Laotisch zu schreiben!)...
Mik is translating our menu from English to Laotian (finally we have the possibility to write Laotian on our laptop)
Mai und Wan üben Pancakes wenden mit Hochschmeißen und haben einen Heidenspaß dabei...
Mai and Wan try to through pancakes like a proper chef and have a lot of fun...
..und Nyai malt unser Green Climbers Home-Schild.
Wir ihr seht, wir basteln schon an Feinheiten.
...and Nyai is painting our climbers home board. As you can see, we are already working on the details
Welch Freude: Besuch aus Kölle! Daniel und Kathrin haben 2 Abende mit uns verbracht. Toll dass ihr da wart!
What a great surprise. Friends from Cologne. Daniel and Kathrin spend 2 days with us. Thanks for coming!

In den nächsten Tagen werden wir die ersten Individual-Reisenden empfangen und erstmal provisorisch unterbringen. Von Green Discovery erhalten wir schon mal ein paar Zelte. Wer also schon kommen möchte und auf Strom, Wasser und Internet ein paar Tage verzichten kann, sei herzlich willkommen!
Verpflegung ist kein Problem, wir haben ja Gasherde. Zum Frühstück selbst gebackenes Brot, ansonsten Laotisches, Thailändisches oder auch Deutsches Essen (was wir halt hier in Laos an Zutaten erhalten). Das Bier

ist zwar nur im Fluss vorgekühlt, aber auf Eis wirds dann super. (Erst muss man sich dran gewöhnen, mittlerweile trinke ich nur noch Bier auf Eis).
Abends Kerzenschein und Lagerfeuer und ein Sternenhimmel vom Allerfeinsten!

Baden könnt ihr im Fluss, 50 m weiter. Klares Wasser.
Und Klettern ist traumhaft hier!

In the following days, we will welcome our first individual travellers. From Greendiscovery we are getting a couple of tents. So who wants to come and doesn’t need power, water or internet for a couple of days is happily welcome!
Food and water is not a problem, we have gas ovens. And for breakfast we have homemade bread, otherwise Laotian, thai or german food. The beer is cooled in the nearby river, but with ice it’s great (you gotta get used to it, but nowadays I am only drinkin beer on the rocks).
In the evening candlelight and campfire and a stary night like no other.
Bathing and swimming you can do in the river, 50 m away. Clear water.
And climbing here is just heavenly.

Heute ist also unsere letzte Nacht im Inthira-Hotel in Thakhek, ab morgen wohnen wir im Green Climbers Home!
Emails rufen wir dann nicht mehr täglich ab, seid also geduldig falls jemand eine Antwort erwartet.

Today is our last night in the Inthira hotel in Thakhek. By the way, Inthira was also the name of the hotel Ulis great brother went on a honeymoon.  Tomorrow we are finally living in climbershome. We will not be able to check our email  everyday, so please be patient.

Also, bis denne, seid lieb gegrüßt von Tanja und Uli
P.S.: falls jemand Lust hat ins Englische zu übersetzen...bitte melden.

Alright, so long, cheers and happy greetings from Tanja and Uli.
PS: If someone wants to translate this text to English, don’t do it because Ulis big great brother is so proud and jealous of what we are trying to achieve here, that he just translated our whole blog.