Freitag, 14. Januar 2011

06.01.-09.01.2011 Las Vegas

Auf nach Las Vegas!!!

Auf der Fahrt dorthin stundenlang kein Haus, kein Mensch, nur ein paar Autos zu sehen.


In L.A. hatten wir noch kurz unser Ruecklicht demoliert. Sind aber versichert, also "not responsible"

Kurz vorm Death Valley am Visitor Center. Das Auto hat keine weitere Bedeutung, fanden wir nur sehr kultig.

Ein kurzer Abstecher dann ins Death Valley. Hatte mich nach den kalten Naechten schon auf die 50 Grad gefreut, aber die gibts wohl nur im Sommer. Es war grade mal T-Shirt-Temperatur. Und zwischendurch gabs sogar eine Schneeballschlacht.

Unser Hotel von innen....

...und von aussen. Nee, war'n Scherz. Dies ist der Sozialbau des Mister Trump. Unser Hostel ist 30 Minuten Schnellfussmarsch entfernt vom Hauptgeschehen.

Wir gehens hier so an: am ersten Abend zuenftig innerhalb von 45 Minuten viel zu viele Dollars beim Roulette verzockt. War voll spannend, Suchtpotential durchaus gegeben. Am naechsten Tag dafuer wieder auf Sparflamme und somit jedes kostenlose Highlight, das die Stadt zu bieten hat, mitgenommen. Die Shows hier sind einfach unfassbar teuer. Heisst:
im Stechschritt den ganzen Tag von Hotel zu Hotel. Ein kleiner Handzettel zeigt uns auf, welches Hotel was zu bieten hat. Darunter eine kleine Akrobatenshow, ein Vulkanausbruch, das Wasserballett (also Wasser, das zu Musik tanzt), nachgebaute Staedte innerhalb der Hotels. Man kann nur staunen.

Im Venezia kann man sich unter Kunsthimmel (Wetter: heiter bis wolkig) mit einem singenden Gondolieren rumschippern lassen. Kann man aber auch sein lassen.

Uli hat hier nur so getan. Was jedes Hotel zu bieten hat sind viele paedagogisch wertvolle Spiele wie z. B. "wie ballere ich meinen Feind am besten ueber den Haufen" oder ein elektrischer Stuhl auf dem man sich fuer einen Dollar ein paar freundliche Stromklapser abholen kann.

Haben hier ein paar Bekannte getroffen.

Hier gings uns noch ganz gut, waren ja erst seit 4 Stunden unterwegs. Nach weiteren 5 waren wir platt.

Das Imperium von Caesar. Bescheidenheit war nicht grad seine Staerke.


Abends ist es ganz schoen am glitzern.



Was noch jedes Hotel anbietet: eine Riesenkompanie Slotmaschinen. Es heisst, dass man, solange man die Maschine fuettert, mit Freigetraenken versorgt wird. Haben dies natuerlich ausprobiert. Dumm nur, dass die Kellnerinnen im Slowmotion-Modus nur jede Stunde mal vorbeikommen und nach dem Servieren eines Getraenkes die Buehne nicht verlassen, bevor sie ein Trinkgeld erhalten. So wahnsinnig "free" ist es also auch nicht. Haben dann lieber ein schnelles Bier im Liqour Shop gekauft.

Excalibur, sehr beeindruckend!

Hier das hoechste Lichtstrahl Amerikas aus dem Dach des Luxor heraus.

Und natuerlich: der legendaere Springbrunnen vor dem Bellagio, wo das Wasser zur Musik tanzt. Die "Oceans 11 - 13"-Abschlussszene. War wirklich richtig klasse und zu klassischer Musik.

Lieber Peter, liebe Anne, die Geruechtekueche geht auch rund um die Welt....wir wissen Bescheid! Herzlichen Glueckwunsch, wir findens super! Las Vegas braucht das Frankenjura uebrigens nicht, die Red Rocks rufen direkt eine halbe Autostunde entfernt um beklettert zu werden. Ein Wahnsinnsgebiet. Nur zum Klettern um diese Jahreszeit leider viel zu kalt, zumindest fuer eine Frostbeule wie Tanja. Wir habens trotzdem getan, immerhin soviel, um behaupten zu koennen, wir waren in den Red Rocks klettern! Ist ja wie eine Trophaensammlung.




Hier kann man gut erkennen, warum die Red Rocks Red Rocks heissen.

Viele Bilder hochladen ist immer ein Haufen Arbeit...das Programm schafft immer nur 5 auf einmal.

Das naechste mal kommen ein paar Bilder aus San Diego. Liebe Julia, ich wollte dir schon ne SMS aus deiner Lieblingsstadt senden, wir hatten aber den ganzen Tag keinen Empfang, so'n Mist. Habe aber an dich gedacht!

Liebe Gruesse von Tanja und Uli

Mittwoch, 12. Januar 2011

03.01.-05.01.2011 Los Angeles

Endlich fast angekommen...nach ca. 45 Stunden (wir wissens nicht wirklich, nach so viel Zeitverschiebungen und Datumswechseln....). 3 Flieger, 4 Staedte (Hanoi, Seoul, Tokio, L.A.), dafuer immer die gleichen Klamotten...dann endlich 9 Uhr morgens in L.A., 1 Std.(!) in der Schlange stehen zur Passkontrolle und fuer Foto und Daumen- und Fingerscan und Ausfragerei. (Was machen wir hier? / Waren wir schon mal hier? / Wo ist denn unser Kletterkram? / Wo werden wir denn wohnen? -> hier der 1. Fauxpax: wir haben nur eine sehr hoechstwahrscheinliche "Adresse" in das Einreisedokument eingetragen -> Hotel Hollywood auf dem Sunset Boulevard, totsicher, dass es sowas geben muss. Damit gibt sich aber ein beamteter Amerikaner aber nicht zufrieden: man braucht eine Adresse mit Hausnummer und Zipcode...wir hatten Glueck, der Beamte wies uns nur freundlich darauf hin. 2. Fauxpax: Ulis Daumenscan versagte, also ab ins Backoffice. Nochmal 2 Std. (!!!!) warten. Selbst nach saemtlichen Problemfaellen waren wir die allerallerletzten, die die Passkontrolle dann passieren durften. Schnell die Koffer geholt und raus....waere da nicht die 2. Passkontrolle, die wegen unseres spaeten Erscheinens skeptisch wurde. Und nun kommt Fauxpax 1 wieder ins Spiel: wir hatten keine vollstaendige amtsgueltige Adresse aufgeschrieben. Was wissen wir denn wo wir abends bleiben? In Asien hats kein Schwein interessiert. Nun denn, "I have to doublecheck you...". Verschwand also mit unseren Paessen in einem weiteren Backoffice. Wir dachten "we have to bodycheck you...". Nach weiteren 10 Minuten wirklich raus. Schnell mal nen Mietwagen klarmachen. Der erste Verleih: zu teuer (dachten wir, war im Nachhinein der Billigste...), mit Sack und Pack zum zweiten: alles klar gemacht, Versicherung und Auto ausgesucht, verhandelt und so. Waren schon siegessicher. Stolz den schon in Deutschland besorgten internationalen Fuehrerschein gezueckt. Bloed nur: man benoetigt hier zusaetzlich noch den kleinen Plastikfuehrerschein. Quasi als doublecheck...Also zum 3. Anbieter (der teuerste von allen), Auto erhalten!!! Also schnell was essen (s.u.), ein Motel gesucht, fertig. 14 Stunden gepennt. Ohne doublecheck.


Hier die erste von vielen noch folgenden Fast Food-Beruehrungen.


Klassisches amerikanisches Motel. Gleich kommt Anthony Perkins um die Ecke.


Die Lage ist fett: mitten in Hollywood!


Auf dem Weg zum Walk of Fame steht das "Capitol Records". Hatten unter anderem die Beatles, Joe Cocker, Pink Floyd oder Jimi Hendrix unter Vertrag.


Kodak-Theatre. Hier findet seit 2002 die Oscar-Verleihung statt.


Ausblick vom Kodak-Theatre...


...und hier die Erklaerung, wie so manche Schauspielerinnen zu Stars wurden.



Der Walk of Fame.


Der Hollywood Boulevard

Uli und Obama


Auch auf dem Walk of Fame. Hier die Abdruecke von John Wayne. Voll cool: Cowboystiefel und ne Faust.

Elvis und das Kruemelmonster haben sich viel zu erzaehlen.


Dann nach Santa Monica Baywatch spielen.





Das Shrimpgeschaeft von Forrest Gump.

...

Sonnenuntergang unter Vollstrom: wer ist schneller...die Sonne oder die Parkuhr, die nun ablaeuft? So ganz entspannt konnten wir uns dem Treiben hier leider nicht hingeben.



3. Fauxpax: die Kamera-Akkus beide nicht aufgeladen. Zweiter Tag L.A. also ohne Fotos.

Haben gemacht:
  • zum Klettergebiet "Malibu Creek" gefahren, 1,5 Std (Stau)
  • Klettergebiet gesucht und verlaufen, 2 Std.
  • nur das Toprope-Gebiet gefunden und beklettert, 1,5 Std.
  • zum Venice Beach gefahren, 1,5 Std., Feierabendverkehr.
  • Sonnenuntergang und Freaks am Venice Beach angeschaut, 1,5 Std.


Am naechsten Tag fahren wir weiter nach Las Vegas. Coffee to go immer dabei.

Nach den Anfangsschwierigkeiten sind wir nun gut eingegroovt. Zu erwaehnen ist dass alle hier sowas von freundlich, herzlich und offen sind...unglaublich! Nach Vietnam ein totales Kontrastprogramm.

So, heute gabs viel zu lesen...reicht jetzt.

Liebe Gruesse von Tanja und Uli

Montag, 10. Januar 2011

01.01.-02.01.2011 Hanoi

Den letzten Tag in Vietnam verbringen wir, noch ein letztes Mal mit Leif, in Hanoi. Die Stadt ist sehr viel entspannter als Saigon, wir koennen tatsaechlich gemaechlich herumspazieren und sogar mal hin und wieder stehenbleiben, ohne direkt wieder angequatscht zu werden.



Auf kleinen Plastikstuehlchen wird diniert.


Bei Nacht ist alles toll angeleuchtet. Hier der See mitten in der Stadt, in dem Riesenschildkroeten wohnen sollen. Wir bekommen leider keine zu Gesicht. Vielleicht schlafen die schon.

Wir teilen uns die gemuetliche Huette zu dritt, ist doch lustiger.

Am naechsten Tag klappern wir alles ab, was der Lonely Planet so hergibt und was die Zeit zulaesst. Hier im Garten des Literaturtempels. Es gab hier einen richtigen Kunstheckenzoo, hier zeigen wir einmal die Ratte.

Wir hatten eigentlich vor, das Ho Chi Minh-Mausoleum zu besuchen, in dem der alte Knabe aufgebahrt ist. Leider hatte das Gebaeude schon geschlossen als wir ankamen, schade. Sonntag halt.

Mittlerweile haben wir das Schluerfen von Suppe und Hochziehen von Nudeln voll drauf. Ist gar nicht so schwer, wenn man das Sich-Schaemen erst einmal abgelegt hat. Auch geluncht wird auf kleinen Plastikstuehlchen. Fuer Tanja mal ne neue Erfahrung, nicht mit den Beinen zu baumeln. Die Jungs dagegen haben bei den niedrigen Sitzen immer die Knie neben den Ohren kleben.


Nachmittags geht das Programm stramm weiter: Hier besuchen wir das Hoa Lo Prison, das im 19. (?) Jhd. von den Franzosen erbaut wurde. Im Laufe der Geschichte wurden hier politisch Verfolgte, dann, waehrend des Vietnamkrieges, Kriegsgefangene inhaftiert. Unter anderem war hier der spaetere Senator McCain in Haft.
Feierabendverkehr. Dennoch: alle einigermassen entspannt unterwegs. Unsereins waere durchgedreht.

Kaum halten wir zwei Sekunden an besagtem Stau, nutzen 2 Schuster die Gunst der Stunde und fallen ueber Ulis Schuhe her. Wohlbemerkt die Schuhe, die er anhat. Zugegeben, die besten Tage der Treter waren vorbei (lieber Thomas, erkennst du die Laufschuhe, die du vor 100 Jahren an Uli vererbt hast?), also liessen wir sie gewaehren. Die Jungs hatten es echt drauf, auch die naechsten 100 sind nun sicher.
Aus Mangel an weiteren Fotos hier schon ein kleiner Ausblick auf die Weiterreise nach Amerika. Insgesamt waren wir in 3 verschiedenen Fliegern und 45 Stunden bis zum Motel unterwegs. Hier unser naechtlicher Aufenthalt in Seoul. Wir hatten Glueck, es waren ein paar bequeme Liegen frei. Zum Glueck hatten wir kleidungstechnisch schon in Hanoi ein wenig aufgeruestet und uns "Daunen"jacken zugelegt. Mittlerweile sind diese nur noch halb so dick, da sich das Futter nach und nach durch den Stoff wurschtelt und lustige Faeden zieht, bevor es dann gaenzlich verschwindet. Nun gut, muessen ja nur 10 Tage aushalten.
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Leif hatten wir abends in Hanoi verabschiedet, er faehrt nun wieder alleine weiter. Leif,es war eine super Zeit mit dir!
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Wir sind ehrlich gesagt ganz froh Vietnam verlassen zu koennen. Es strotzte nicht grad vor Herzlichkeit und Ehrlichkeit, vielleicht waren wir aber nur an den falschen Orten unterwegs, 30 Tage lang.